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Thomas (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Alleinreisend • Oktober 2010 • 1 Woche • Sonstige
Keine vier-, dafür aber gute drei Sterne!
4,2 / 6

Allgemein

Zunächst muss ich betonen: Ich war in der Nebensaison im Hotel - also außerhalb der Hauptreisezeiten. Folglich war das Hotel relativ leer, das Personal nicht mehr voll besetzt und der Service nicht mehr im vollen Umfang vorhanden. So waren die Klimaanlagen (obwohl ich die zumindest am ersten Tag gerne gehabt hätte) schon in Folie eingeschweißt und abgeschaltet, die Minibars auf den Zimmern abgeschaltet und abgeschlossen - folglich nicht nutzbar - und das Essen im Restaurant vom Umfang her reduziert. Was mich gestört hat war die relativ "kurze" Frühstückszeit. Von 7:30 bis 9:30...und das in Griechenland, in das man als deutscher Tourist mit späterem Biorhythmus ankommt. Sprich: Wenn man meint, es wäre "erst 8", ist die Uhr tatsächlich schon an der 9 vorbei. Eine Erweiterung auf zumindest 10:00, 10:30 oder gar ein fließender Übergang zum Brunch oder Mittagessen wäre denke ich sehr wohl schöner gewesen. Aber gut, man will den Urlaub ja auch nicht nur im Bett verbringen.... Das Hotel selbst ist okay. Bleibt zu hoffen, dass die unschönen Ecken und Kanten, die man überall sehen konnte, in den kommenden Wochen außerhalb der Saison behoben werden. Denn in der Hauptsaison scheint so einiges angefallen zu sein. Ich habe mich bei meiner Reise bewusst gegen All-Inclusive und für Halbprension entschieden. Kreta bietet unzählige Orte, die es zu entdecken und viele schöne, große und kleine Tavernen, die man besuchen sollte. Dort sind nicht nur die Preise überschaubar, das Essen hat auch eine Qualität, die LICHTJAHRE von jedem All-In-Essen entfernt sind. Für lediglich 10 Euro pro Tag und Person findet man mittags nicht nur leckere Speisen und qualitativ hochwertige, lokale Getränke, sondern lernt dazu auch noch das echte, urige Kreta kennen, kann in die Kultur, das Land und die Leute eintauchen. Und wem es nicht um Kultur geht, der kann entweder in der 500 Meter entfernten einen Stadt mit den Holländern und Deutschen oder 800 Meter in der anderen Richtung mit den Engländern und Russen zusammen in den vielen Bars und Restaurants zu ebenfalls fairen Preisen (ein großes Bier für 2 Euro - in der Happy Hour gibts noch ein zweites gratis dabei!) mitfeiern. Selbst am Strand gibt es gutes, bezahlbares Essen und Getränke, die die Qualität des All-In schlagen.


Zimmer
  • Eher gut
  • Groß, schlicht, alles da. Der Fernseher stammt irgendwo aus der Jahrtausendwende, wenn man sich die Größe anschaut. Ansonsten gab es noch einen Zimmersafe im Kleiderschrank (der ist für eine Einzelperson genau richtig - für ein Paar dagegen, insbesondere wenn es Damen sind, wäre er viel zu klein. Eine Kleiderstange mit 10 Kleiderbügeln und 2 (in Worten: ZWEI) Wäscheschubladen sind "etwas" zu wenig für ein Doppelzimmer dieser Größe), ein Schreibtisch, eine Minibar im Schreibtisch, Klimaanlage, einige Steckdosen, Telefon, Badezimmer mit Dusche oder Bad, Balkon. Das wars dann auch schon. Den weißen Wänden täte meiner Meinung nach zumindest ein kleiner Farbtupfer gut, der die große, breite, weisse EIngangswand auffrischen würde. Entweder das oder zumindest ein paar Kleiderhaken... Der Boden war komplett gefliest - leicht zu pflegen sollte man meinen. Leider mangelte es daran bei mir. So bildete sich innerhalb einer Woche so manche Ecke mit Haaren am Boden, die einfach nicht weggewischt werden wollten. Ein echtes MUSS für den Urlauber übrigens: Uhren!


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Es gibt ein Hauptrestaurant, in dem jeden Tag eine Auswahl an Speisen angeboten wurde. Eines war den Speisen jedoch gemein: Sie waren weitestgehend salz- und gewürzfrei (wenn man nicht gerade die griechischen Spezialitäten erwischte. An denen fehlte dann wirklich nur noch das Salz). Die Getränke sind in Ordnung, der Wein für meinen Geschmack ein wenig zu trocken. Das Bier ist gut trinkbar, würde ich irgendwo in die Richtung zwischen Warsteiner und Heineken schieben. Was die "Fruchtsäfte" angeht sei gesagt: Eine Tüte Caprisonne hat mehr mit einem Orangensaft gemein als das, was aus den Automaten kam. Statt Cola haben wir Deutschen durchgängig nur noch "koffeinhaltiges, dunkles Getränk nach Art Cola" gesagt, denn weder die Farbe noch der Geschmack hatten überhaupt etwas mit der erfrischenden, schwarzen Brause gemein. Hier sind übrigens die 60 Cent im Supermarkt gut angelegt, wenn man Lust auf eine "echte" Cola haben sollte - in pfandfreien Dosen! Das Personal war stets aufmerksam und leere Schalen und Angebote gab es auch in der Nebenzeit nicht. HIer wurde ständig frisch und heiss nachgelegt (wobei "heiss" in Griechenland sogar etwas Besonderes ist. Traditionell wird nämlich nur lauwarm gegessen. Also nicht beschweren, wenn das Essen nicht mehr ganz heiss ist. Das ist dann kein Schludern, sondern lediglich traditionell griechisch!).


    Service
  • Gut
  • An dieser Stelle möchte ich insbesondere die Rezeption hervor heben. Es war schon bewundernswert, dass die Leute an der Rezeption sowohl flüssig Deutsch, Englisch, Holländisch, Russisch, Französisch und noch ein paar andere Sprachen der entsprechenden Gäste parat hatten. Sowas habe ich in Ägypten oder Tunesien selbst in 5-Sterne-Palästen nur sehr selten gesehen. Hier schien es völlig normal zu sein die Gäste in ihrer Landessprache anzusprechen. Das übrige Personal ist nicht ganz so multilingual bewandert, aber durchweg freundlich, schnell und bemüht, es den Gästen angenehm zu gestalten. Mit Englisch kommt man hier auch immer weiter und bekommt die Wünsche erfüllt. Dem Zimmerservice hingegen möchte ich mal eine Rüge erteilen: Ich hatte Ameisen bei mir im Zimmer, die sich auch recht beharrlich hielten. Zahnpastareste im Waschbecken waren nach der Zimmerreinigung ebenso noch vorhanden wie Haare auf dem Schlafzimmerboden. Die Laken wurden nicht wirklich regelmässig gewechselt und waren teilweise schon den Motten zum Opfer gefallen: Löcher!


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Direkter Blick aufs Meer. Stimmt, das kann man unterschreiben. Allerdings verschweigt der Katalog die Hauptküstenstrasse, die im 30-Meter-Abstand vor dem Hotelpool vorbeirauscht, leider. Damit ist man, wenn man sich einen Roller, ein Quad oder einen Wagen von den unzähligen Anbietern für wenig Geld leiht, zwar schnell in den anliegenden Orten (etwa 500 Meter bis nach Hersonnios in die eine oder ca. 2 Kilometer in die andere Richtung zum nächstgrößeren Ort), hat aber am Pool auch leider öfters mal das Rauschen von Bussen, Autos, Rollern und LKWs. Für Städter wie mich nicht schlimm, aber 100%ig entspannen kann man so nicht wirklich. Zwar wurden schon Bäume zwischen Straße und Hotelanlage gepflanzt - bis die aber groß genug sind, um den Lärm ausreichend zu schlucken, vergehen sicher noch um die 10 Jahre. Einkaufen kann man zu fairen Preisen im Souvenir-Shop direkt auf dem Hotelgelände oder für niedrigere Preise in einem größeren Supermarkt, der runde 10 Minuten zu Fuss in Richtung Hersonnios liegt. Fast genau so weit geht man bis zum Strand (wenn man gemütlich geht, den Tunnel in den Wind schlägt und die Straße quert - das geht für einen Städter nämlich durchaus recht gut - Augen auf halt) oder zur nächsten echt-griechischen Taverna.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    die beiden Pools (jeder mit jeweils einem Schwimm- und einem Kinderbecken) sind ausreichend gross und die Aufteilung sorgt dafür, dass sich Leute, die sich gegenseitig nicht wirklich grün sind, gemütlich an einen Pool legen können, ohne sich über den Weg zu laufen. Die Pools waren kühl, gesalzen, gechlort (ein wenig jedenfalls) und weitestgehend sauber. Animation habe ich im Hotel nicht erlebt - kann aber wie gesagt auch daran gelegen haben, dass ich in der Nebenzeit und außerhalb der Hauptsaison dort war. Internetzugang kostet an einem der bereitgestellten Computer 50 Cent je 15 Minuten. Alternativ kann man auch mit einem mitgebrachten Notebook, Netbook oder was auch immer so rumfunkt den hoteleigenen WLAN-Hotspot kostenlos so lange man möchte von der Lobby aus nutzen.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:1 Woche im Oktober 2010
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Thomas
    Alter:26-30
    Bewertungen:2