Kleines, sehr persönlich geführtes Hotel in wunderschöner Lage. Die drei Sterne hat es auf jeden Fall in jeglicher Hinsicht verdient. An manchen Stellen wird zwar ein wenig Abnutzung sichtbar, was wir aber als nicht sonderlich störend empfanden - sind eben keine vier oder fünf Sterne :o) Sauberkeit tiptop, da gab es nix zu meckern. Wir haben nur Übernachtung mit Frühstück gebucht, da man auf La Digue auch sehr gut außerhalb essen gehen kann. Die Gäste kommen vor allem aus Europa, dafür aber aus diversen Ländern: Franzosen, Deutsche, Skandinavier, Engländer, die bunte Mischung. Sehr angenehm. Senioren, Paare, Familien ohne Schwerpunkt auf eine Zielgruppe. Auch sehr angenehm :o) Wichtig zu wissen: Kein kostenloses WLAN im Hotel (nur gegen Gebühr). Das Inselhopping kann man sich unserer Meinung nach sparen. Wir hätten keine Lust gehabt alle 3-4 Tage die Koffer zu packen. Praslin erreicht man von La Digue in 20 Minuten per Bootstransfer. Unsere zwei Tage Mahé haben wir auf das Urlaubende gelegt - aus gutem Grund: Wenn der Rückflug vormittags startet, müsste man sonst eine Nacht am Flughafen übernachten, da die erste Fähre von La Digue / Praslin nach Mahé es nicht rechtzeitig schaffen würde! Sollte man bei der Planung / Buchung unbedingt beachten, sonst fällt das Urlaubende mies aus ;o) Unbedingt Frühstück buchen und sich durch die verschiedenen Restaurants / Hotels essen. Es gibt wirklich ein tolles Angebot, was man keinesfalls verpassen sollte. Man sollte genau die Windrichtung und die Gezeiten beobachten und dementsprechend den Tag planen, damit man a) den ganzen Tag Sonne hat und b) schön baden kann. Jeder Strand hat je nachdem ob Ebbe oder Flur ist seine ganz besondere Stimmung. Einige Strände bieten nur bei Hochwasser echtes Badevergnügen. Schnorcheln kann man am besten an der Anse Source d'Argent, Anse Sévère und Anse Fourmis. Sonnenuntergang am schönsten am Anse Sévère mit Blick auf Praslin!! Top. Und nun viel Spaß :o))
Unser Zimmer war absolut oversized und eigentlich für Familien gedacht. 100% Meerblick vom Bett und von der Dusche aus, vom Balkon sowieso! Man konnte jeden Morgen den Sonnenaufgang über dem Hauptgebäude beobachten... Die Möblierung war für drei Sterne top. Alles Vollholz und mit viel Liebe dekoriert. Unser Raum hier "African" und so war er auch eingerichtet :o) Sauberkeit 100% ohne Tadel. Täglich Roomservice mit frischen Handtüchern - gerade im Badeurlaub ein Muss. Die Klimaanlage hatte zum Glück ordentlich Power und hat den Raum auf angenehme Temperaturen gebracht, zur Zeit des Monsunwechsels wird es sehr heiß aus den Seychellen. Das Badezimmer hatte ca. 20qm - Dusche, Badewanne, zwei Waschbecken, WC - alles in Ordnung und ohne Mängel. Telefon und TV haben wir nicht genutzt (war aber ein nagelneuer LED-TV - für die die es brauchen....). Minibar echt günstig, haben wir öfters in Anspruch genommen :o) Tee und Kaffee kostenlos - prima.
Das Restaurant bietet sehr leckere kreolische Küche an - himmlisch! Wenn man a la Carte isst, kann man kaum etwas falsch machen. Aber: Das Buffet und das Menü haben uns nicht so gut gefallen, Menü war für uns viel zu viel und Buffet nicht ganz so unser Ding. Wir waren insgesamt vier Mal im Restaurant essen. Wie gesagt, man kann auch sehr gut außerhalb essen gehen, und das sollte man sich nicht entgehen lassen. Preislich gibt es in den gängigen Restaurants mit guter Küche kaum Unterschiede.
Wir waren außerordentlich zufrieden - Rezeption, Restaurant, Zimmerservice wirklich top. In diesem Punkt kann das Hotel mit 4- oder 5-Sterne-Anlagen mithalten. Alle waren sehr herzlich, hilfsbereit und trotzdem angenehm zurückhaltend - wirklich toll. Der Umgang mit den Gästen ist sehr familiär, man fühlt sich sofort zu Hause. Englisch durchgehend kein Problem, Französisch noch einfacher. Das Highlight war die Zimmerreinigung - jeden Tag ein neues Motiv, welches aus den Badetüchern gefaltet wurde :o) Da kommt man gerne "nach Hause". Beschwerden wurden umgehend und mit viel Mühe bearbeitet (wir waren erst der Meinung, lieber weiter oben im Hang wohnen zu wollen - man hat uns sofort angeboten, umzuziehen. Haben wir dann aber verworfen, da es oben im Hang noch heißer und schwüler war und man die Brandung nicht mehr direkt "am Balkon" hatte. Wichtig zu wissen: Kein Zimmersafe sondern zentrale Safe-Anlage an der Rezeption! Muss man sich kurz dran gewöhnen. Wir haben nach etwas Überwindung alles offen rumliegen lassen - geklaut wurde nichts, nicht mal das Trinkgeld für die Zimmerreinigung wurde ohne eindeutigen Hinweis weggenommen - so muss es sein! :o)
Die Villen, Bungalows und das Hauptgebäude sind sehr schön in die Natur und die Topografie eingebettet, der einzigartig schöne Standort direkt über dem Anse Patate ist perfekt genutzt und verwertet worden. Alle Zimmer haben eine Balkonterrasse mit wunderschönem Meerblick auf die nördlich gelegenen Nachbarinseln. Besser geht es nicht! Dagegen wirken alle anderen Lagen an der Westküste eher wie zweite Wahl. Inzwischen gibt es ausser Ochsenkarren auch Autos auf La Digue, die Fahrt vom Hafen bis zum Hotel dauert nur fünf Minuten. Genauso schnell ist man mit dem Fahrrad vom Hotel in La Passe, also dem kleinen Ort wo der Hafen und diverse Restaurants liegen. Vom Hotel / Hafen aus kann man verschiedene Tagesausflüge auf andere Inseln buchen - unbedingt ausprobieren! Vor allem die Tour zum Vallée de Mai auf Praslin lohnt sich.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Soweit alles ok, als etwas störend haben wir die Plastikmöbel empfunden. Soviel muss eigentlich drin sein, dass man diese nicht teilweise, sondern komplett gegen Holzmöbel austauscht... Sonst alles prima! Animation ist überhaupt nicht unser Ding, daher dazu keine Bewertung. Der Strand ist neben den großen Buchten im Süden der Insel einer der schönsten! Wird jeden Tag geharkt und gesäubert. Bei Flut ist der Strand fast nicht mehr vorhanden und man muss aufpassen, dass einem die Strandutensilien nicht ins Meer gespült werden. Teilweise sehr schöne Wellen / Brandung. Achtung: Felsen unter Wasser in der Brandungszone, was aber für alle Strände auf La Digue gilt, die ein vorgelagertes Korallenriff haben. Schnorcheln lohnt sich nicht, gibt kaum etwas zu sehen. Wer auf den Malediven schnorcheln war, darf hier nicht allzu viel erwarten.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im April 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Christoph |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 4 |


