Große, weitläufige Anlage im Stil eines kretischen Dorfes gebaut, das einem Labyrinth ähnelt, da nirgendwo Wegweiser angebracht sind. Die Anlage befindet sich in einem schlechten Zustand; überall defekte, teilweise verrostete Beleuchtungen, verrostete Türschlösser u. Blendläden. Die Sauberkeit läßt ebenfalls zu wünschen übrig; zu wenig Papierkörbe. Viele Treppen und schlecht gepflasterte Wege (für Gehbehinderte u. ältere Gäste vollkommen ungeeignet, Hinweis im Katalog wäre angebracht). Gartenanlagen, Liegewiesen, Strände u. Pools gepflegt. Indoor-Pool ein no-go, uralt, schmutzig, eklig; überall gebrauchte Windeln. Gästetruktur: vorwiegend Deutsche u. Schweizer, einige Russen. Altersdurchnitt ca. 35-40. Sehr viele Eltern mit Klein(st)kindern; Lärmbelästigung in allen Bereichen entsprechend. Im Hauptrestaurant ganze 8 (!) Tische im Erwachsenenbereich. Die Clubanlage hat viel, bis jetzt leider ungenutztes, Potential. Eine Weiterempfehlung zum jetzigen Zeitpunkt wäre fahrlässig. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt absolut nicht. Ich fühle mich von Robinson/TUI verschaukelt. Für mich war es der erste Robinson-Urlaub. Im Vergleich mit den Leistungen anderer Club-Anbieter, schneidet Robinsons Kalimera Kriti mehr als schlecht ab. M.E. handelt es sich um einen reinen Familien-/Kinderclub, der für Paare und Singles eher ungeeignet ist. Wenn man dennoch dort gelandet ist, unbedingt den VIP-Checkout (€ 26,--) buchen, um sich die katastophalen Verhältnisse am Flughafen Heraklion zu ersparen (3x anstehen - 1x Koffer wiegen, 1x Koffer durchleuchten, 1x Handgepäck-Check).
Total veraltet und unbedingt renovierungsbedürftig. Möblierung sowie das Bad schlichtweg eine Frechheit. Balkon-/Terassenmöblierung war ok. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass in dieser Preiskategorie solch eine Unterkunft überhaupt angeboten wird. Das einzig Neue waren die Armaturen im Bad, der Fernseher, Bettdecken und Matratzen. Der Rest ist ein Fall für den Sperrmüll. Die Zimmer sind außerdem sehr hellhörig.
Das einzige Highlight des Hauptrestaurants ist die große Terasse mit herrlichem Meerblick. Alles andere ist eine Zumutung. Ich habe in dieser Preiskategorie noch nie ein solch schlecht organisiertes Büffet erlebt. Weder waren die Speisen an den verschiedenen Kochstationen bei Restaurantöffnung vorbereitet, geschweige denn fertig. Dadurch entstanden lange Schlangen mit entsprechenden Wartezeiten. Hinterher konnte man am Geruch seiner Kleidung immer feststellen, wo man gerade angestanden hatte. Die Qualität der Produkte war gut, ihre Behandlung jedoch äußerst unprofessionell. So war z.B. Rinderfilet oder Thunfisch grundsätzlich "totgebraten". An allen Speisen fehlten Schilder/Beschriftungen, um was es sich handelt. Nachfragen bei den Mitarbeitern einschließlich des F&B-Chefs rief lediglich Achselzucken hervor. Das Menue am sogenannten Gala-Abend unterschied sich in keinster Weise vom täglichen Einerlei. d.h. lieb- u. einfallslos präsentiert. Das Dessert-Büffet war ebenfalls völlig niveaulos; Highlight: Götterspeise in verschiedenen Farben. Am ekelhaftesten aber war das permanent schmutzige Besteck sowie Lippenstiftreste an den Gläsern. Da kann einem schon der Appetit vergehen. Der stellvertretende F&B-Manager Sascha ist der Einzige, der im Restaurantbereich kompetent und immer ansprechbar ist. Der Dress-Code zum Diner ist übrigens kofferfreundlich: kurze Hosen und Adiletten.
Mit dem Service war ich im Großen u. Ganzen zufrieden. Hier ist besonders die Freundlichkeit des gesamten Personals hervorzuheben. Trotz Unterbesetzung u. dem dadurch hervorgerufenen Stress waren immer alle gut gelaunt. Kleinere Reklamationen wurden sofort erledigt. Das Zimmer war immer sauber geputzt. Verständigungsschwierigkeiten gab es keine; mit englisch kam man überall zurecht. Die TUI-Reiseleitung war eine einzige Katastrophe. Die zuständige Mitarbeiterin ist vormittags und abends für 1 Stunde im Hotel, was bei einer Anzahl von ca. 800 Gästen knapp bemessen ist. Die Aufnahmebereitschaft u. Freundlichkeit der Mitarbeiterin blieb dadurch auf der Strecke.
Entfernung zum Flughafen Heraklion ca. 30-45 Minuten (Taxi ca. 55,00 Euro). Der kleine Ort Sissi ist in ca. 20 Minuten zu Fuß gut zu erreichen. Sissi ist ein kleines, ehemaliges Fischerdörfchen, das obwohl total auf Tourismus ausgerichtet, einen gewissen Charme besitzt und einige schöne Tavernen u. Restaurants am Hafen bietet. Ansonsten gibt es in erreichbarer Nähe keine "Fluchtmöglichkeiten" vom Clubleben. Ausflüge werden angboten; jedoch haben die Exclusiv-Robinson-Ausflüge mangels Teilnehmer nicht stattgefunden. Ein Mietwagen ist empfehlenswert, da z.B. die Orte Elounda, Agios Nicol. u. die Lassithi-Hochebene über die neuen Autobahnen gut zu erreichen sind.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sportangebot nicht genutzt. Wellness-/Wellfitangebote ausreichend vorhanden.Durchführung der Entspannungsangebote (Traumreise, Stretch-/Relax usw.) war sehr gut. Animation für Erwachsene fand nur in kleinem Rahmen bzw. gar nicht statt. Über die wenigen Events wurde man schlecht bis gar nicht informiert. Die Robins sah man meistens nur abends an der Mainbar, wo man bei unerträglich lauter Musik (meist Techno) nicht sitzen konnte. Auf der Tanzfläche sprangen bis spät abends nur Kinder herum. Obwohl genügend andere Bars vorhanden waren, wurden diese angeblich wegen Personalmangels nicht geöffnet. Hervorzuheben ist das Atelier. Hier wird man von Dennis professionell beraten und betreut. Ich konnte dort beim Malen bestens entspannen. Unsere Vernissage war von Dennis gut vorbereitet; leider nur von den Künstlern besucht, da die Ausstellung nicht kommuniziert wurde. Ebenfalls sehr gut betreut wurde man von Nicki, die im Bereich guest relation einen tollen Job macht. Alle anderen Robins sind sicher noch steigerungsfähig. Der Einsatz erfahrener Robins in der Anfangsphase könnten hier hilfreich sein. Am Pool und Strand waren Liegen und Schirme ausreichend vorhanden.


