Ich sage nur: Stufen, Stufen, Stufen. Aber nach einer Woche treppauf-treppab war Cellulite ein Fremdwort für meine Oberschenkel :-) Mit anderen Worten, man sollte fit sein und keine Knieprobleme haben oder Kinderwagen etc. dabei. Das Hotel ist niedlich über mehrere Ebenen gebaut und verschachtelt und vom gar nicht mal sooo kleinen Pool (3 Schwimmzüge sind allemal möglich und die macht man auch, weil es kaltes Wasser ist und man zuerst tief durchatmen muss beim Eintauchen und auch nicht kindgerecht, da sofort tief) kann man hochgucken und die Anlage genießen und sich auf den Aufstieg vorbereiten. Das Frühstück war bei uns inklusive und man nimmt es auf der Frühstücksterrasse ein. Um 8. 30h noch mit Jacke oder Tuch um die Schulter, da kühler Wind und bereits eine halbe Stunde später schmeisst man alles von sich wg. prallster Sonne (es gibt Sonnenschirme). Das Frühstück selber besteht aus Baguette, Butterpäckchen, Marmelade und Schmelzkäse abgepackt und griech. Yoghurt mit Honig. Dazu Kaffee oder Tee satt. Wir peppten das Ganze mit Tomate, Käse und Salami aus dem Supermarkt auf. Wir übrigens die meisten Mitreisenden. Es ist erlaubt und wird nicht schäl beäugt. Wäaschewechsel hatten wir 3 x in der Woche. Es gibt einen Kühlschrank im Zimmer mit Geschirr und Gläsern und Besteck und besonders wichtig: Korkenzieher/Flaschenöffner! Die Klimaanlage benutzten wir nicht, ist aber vorhanden. Auf unserer kleinen Terrasse standen 2 Liegestühle und ein Bistrotisch mit 2 Bistrostühlen. Wir nutzten sie häufig und gerne. Ab und zu hatten wir Besuch von einem Hund oder div. Katzen aus der Nachbarschaft schauten vorbei. Die Mitreisenden waren größtenteils zwischen 40 bis 60 Jahre, aufgeschlossen, freundlich und alles sehr harmonisch und ruhig und die Abende ließen wir oft auf der Gemeinschaftsterrasse mit Anja, der total freundlich-lieben Inhaberin und ihrem Mann Eletherios (er macht vorzüglichen Frappe!) und den netten Mitreisenden, insb. aus Koblenz, Salzburg, Mannheim und Remscheid ausklingen. Ab und zu fielen jüngere Reisende aus Australien oder Amerika ein und machten "Party" auf ihrer Terrasse. Aber auch nicht zu heftig oder so, dass man sich gestört fühlte. Alma sorgte für die Sauberkeit der Zimmer und ihr Ehemann Arturo ist sowieso die Seele vom Hotel. Er wird ja auch in diesem Forum immer wieder lobend erwähnt. Und auch wir haben ihn und seine treue Seele ins Herz geschlossen. Alleine für das Kofferschleppen über die vielen Stufen in Affenhitze müßte er einen Orden bekommen! Ein Alternativhotel gibt es für uns nicht! Wir kommen wieder ins Scirocco. Never change a winning team. Und wehe, unser Zimmer Nr. 14 ist belegt!!! Für Frauen gilt: Absatzschuhe sind zwecklos, es ist steil, kopfsteinpflaster und uneben. Flip-Flops und flache Sandalen reichen. Gegen den kühlen Abendwind auf jeden Fall Jeansjacke oder Umhängetuch mitbringen. Wir waren mehrmals in der Taverne Nikolas essen. Nach 20 Uhr bildet sich eine lange Warteschlange vor der Tür, also vorher dort einfallen. Wir aßen in allen Tavernen nicht schlecht und mal war der Tzatziki teurer (um EUR 3) und dafür der griechische Salat (EUR 4, 80) günstiger, mal umgekehrt. Es tut sich nicht wirklich was in den Preisen. Meistens zahlten wir ca. EUR 33 für 2 Personen für: 1 griech. Salat, 2 Tzatziki, 2 Humpen Mythos-Bier, 1 Eggplant, 1 Kalamari und Brot/Covert.
TV gibt es nicht. Und das ist auch gut so. Man hat "Guck-Programm" von der Terrasse aus und das in perfekter Ausstrahlung. Klimaanlage ist vorhanden und funktioniert auch, aber wir machten sie nicht an. Die Terrasse war im Vergleich zu anderen eher klein, aber wir hatte ja auch nicht die Suite gebucht, die eine größere Terrasse hat. Die Matratzen waren nicht durchgelegen, ein Novum für griechische Verhältnisse. Den Kühlschrank füllten wir selber mit Dingen aus dem Supermarkt. Ein mitgebrachtes Windlicht für die Terrasse entpuppte sich als Fehler, da der Meltemi es sofort ausblies und egal, wie romantisch es auch sein mag, Kerzen/Windlichter keinen Sinn machen. Es gab eine Dusche, Waschbecken und Toilette und nicht vergessen: immer schön das benutzte Toilettenpapier in den Eimer NEBEN der Toilette schmeißen, nicht abziehen. Man stutzt zuerst und dann nach einer Woche ist man daran gewöhnt und sucht in Deutschland den Eimer :-) Es gab pro Nase ein großes Duschhandtuch und dazu noch ein kleineres Handtuch. Die Steckdosen passen für unsere Elektrogeräte, d. h. wir benötigten keine Adapter. In unserem Zimmer gab es noch ein Extrabett, welches wir als eine Art Sofa benutzten. Das Zimmer war nicht übermäßig groß, aber für 2 Frauen, die sowieso nach dem Frühstück auf Jück waren, genau richtig. Waren wir im Hotel, saßen wir eher auf unserer Terrasse und genossen den Ausblick. Die Terrasse war wie ein zweiter Raum für uns. Abends allerdings windumtost, also auf jeden Fall Pashminaschal oder Jacke mitnehmen. Nach Sonnenuntergang kann es durch den Wind empfindlich kühl werden, auch in der Innenstadt.
Es gibt eine Frühstücksterrasse im Freien. Ganz oben bei der kleinen Rezeption. Also bereits morgens Stufen wieder hochsteigen vom eigenen Zimmer aus. Die Küche ist mini-klein und dafür zaubert Alma ein gutes Frühstück. Und Mittwoch und Sonntag gabs sogar ein Frühstücksei :-) Man sollte allerdings keine Shorts anziehen, da die griechischen Stühle die Angewohnheit haben, sich in die Oberschenkel zu drücken, Muster zu hinterlassen und irgendwann anfangen zu zwacken. Abends sitzt man vor der Rezeption eng auf Steinbänken mit Kissen, man rutscht zusammen und es ist urgemütlich. Der "Einkehrschwung" nach der Rückkehr aus Thira-City ist einfach ein Muss.
So eine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist mir bisher selten untergekommen! Man fühlt sich als Freund unter Freunden. Arturo erfüllt jeden Wunsch fast sofort (sofort schafft selbst dieses Bündel an Freundlichkeit nicht, weil er ebenfalls zuerst Stufen überwinden muss ...) und kümmert sich perfekt. Abends werden die Beiden von der Inhaberin Anja abgelöst, die wundervolle Dönekes über die Insel erzählen kann und dazu trinkt man ihren selbstgemachten Rotwein aus Plastikwasserflaschen. So muss Griechenland sein. Und Ouzo schließt den Magen ... oder öffnet ihn für mehr! Egal ob Fahrservice vom/zum Flughafen oder Anruf Flugbestätigung, alles wird souverän erledigt und es klappt.
Der einzige Grund, warum ich nicht 6 Sonnen vergeben, sind wieder einmal die Treppen :-) Ansonsten ist alles gut zu erreichen - wenn man sie erst einmal erklommen hat und sich auf der Hauptebene befindet, mit den vielen Shops. Einen Supermarkt gibt es auch in der Innenstadt, den wir immer vom Busterminal kommend auf dem Heimweg aufsuchten. Der Bus nach Kamari oder Perissa zum Strand fährt jeweils jede halbe Stunde ab und dauert ca. 20 Minuten. Kamari One-Way kostet EUR 1, 20 und Perissa EUR 1, 90 (2 Liegestühle mit einem Sonnenschirm am Strand kosten pro Tag EUR 6). Die Lage vom Hotel ist optimal, unterhalb der Hotels Panorama und Atlantis. Zentraler geht es kaum. Und der Blick von der Terrasse ist perfekt, da genau vor der Vulkaninsel und mittig Caldera-Becken.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt einen Pool und der ist gar nicht mal so klein, wie ich zuerst auf dem Foto gedacht hatte. Man kann Schwimmzüge machen und es geht sofort auf 1, 80m runter. Man soll zwar laut Hinweistafel keinen Köpfer machen, aber genau das machten die Amis gerne - und ohne Kopfwunden davonzutragen. Also tief genug. Es stehen 7 Sonnenliegen auf der Sonnenseite und noch einmal 4 unter einem großen Schattendach und es gibt eine Dusche/WC im Poolbereich. Der Pool ist Arturos Hobby und er achtet akribisch auf seine Sauberkeit. Der Running Joke war der Satz: "Nicht ins Wasser pinkeln, Arturo misst jeden Abend den PH-Wert!". Wahrscheinlich tut er es wirklich, da er ja auch jede ertrunkene Fliege sofort entfernt! Discos, Kneipen, Supermarkt, etc. gibt es in Thira zu Genüge und es ist gut, dass das Hotel selber ruhig ist. Ab und zu wird Lärm von der "Oberstadt" runtergetragen, aber er hält sich in Grenzen. Vorsichtshalber aber doch Ohropax einpacken, falls mal wieder eine Hochzeit in einem der Restaurants stattfindet. Santorini ist schließlich ein beliebtes Hochzeits-/Flitterwochenziel (gell, Klaus und Antonia?).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im Juli 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Gabriele |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 6 |


