Bei unserer Ankunft wurde uns mitgeteilt, dass die gebuchten zwei Appartements für uns 6 Personen nicht zur Verfügung stehen, da das Hotel überbucht ist. Wir sollten alle in ein Appartement ziehen mit nur einem Bad, vier festen Bettstellen und einer zu zwei Betten umbaubarer Ecksitzbank. Das ganze sollte für zwei Nächte sein. Mit drei inzwischen müden Kleinkindern mussten wir uns auf dieses Experiment nach langen Diskussionen einlassen. Da unser Urlaub nur eine Woche dauerte, wollten wir das Beste daraus machen, doch wer hat schon gerne auch nur zwei Nächte immer die Oma dabei. Das mit nur einer Toilette für alle sechs Personen war eine einzige Zumutung, hatten wir doch alles anders gebucht und uns auch auf zwei getrennte Appartements gefreut. Als Ausgleich hat man uns bei der Abreise 90€ in bar in die Hand gedrückt, welche wir unter Vorbehalt angenommen haben. Die Hotelanlage macht einen sehr netten optischen Eindruck.
Die Zimmer sind oberflächlich sauber, aber müffeln sehr stark. Die Betten bestehen aus einem gartenbankartigen Gestell ohne Lattenrost mit einer Auflage, deshalb schläft man direkt auf einem Brett. Bettdecken gibt es keine, nur ein dünnes Laken. An der Zimmerdecke viele Stock- und Schimmelflecke, ganz stark besonders im Duschbereich. Im gesamten Appartement laufen tausende Ameisen kreuz und quer. Die Ameisen waren in der Wäsche und im Koffer, das ließ sich leider nicht vermeiden.
Das Essen war zwar immer gleich, aber es gab von allem etwas. Wer allerdings keinen Fisch mag, hat es etwas schwer, etwas zu finden.Zwei Fleischsorten wurden aber immer angeboten, allerdings nicht immer genießbar. Zur Not konnte man am Kinderbuffet kleine panierte Schnitzel finden. Frische Salate und Obst waren immer vorhanden. Viele Sachen waren allerdings sehr fett angemacht. Auch das Nachtischbuffet war eintönig und alles sehr, sehr fett. Mit Obst und Salat kam man aber ganz gut zurecht. Zum Frühstück sollte man sich entweder Knäckebrot oder Brot mitbringen, da es im Hotel nur knüppelharte Weißbrotstangen gibt oder Toastbrot. Die Eier wurden allerdings wunschgerecht zubereitet.
Die Servicekräfte bemühten sich um Freundlichkeit, wirkten aber immer überlastet, was einen angesichts dieser logistischen Herausforderung auch nicht überrascht. Wir mussten manchmal sehr lange anstehen, bis wir unsere Getränke bekamen, auch wenn nur 2 Personen vor einem waren. Ein im Begrüßungsflyer angebotenes kontinentales Frühstück für Spätaufsteher von 10.30 Uhr bis 11.30 Uhr existierte gar nicht, statt dessen bekamen wir nur ein Sandwich mit Pommes zum Frühstück.
Die Lage und die Aussicht sind sehr schön, die Anlage ist sehr weitläufig. Es sind innerhalb der Anlage sehr steile Wege zu erklimmen, was an heißen Tagen nicht immer ganz einfach ist. In näherer Umgebung gibt es einen kleinen öffentlichen Strandabschnitt, der aber nicht zum Verweilen einlädt. Auf dem Weg zum Strand muss man eine öffentliche Straße überqueren, dann erwarten einen Felsbrocken und viele Algen. Das Wasser ist total schön, durch den hohen Salzgehalt auch tragend aber leider nur mit Badeschuhen, weil die Felsen in unterschiedlicher Größe sich im Wasser fortsetzen, für Kinder absolut ungeeignet.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sehr freundliche Animateure am Pool. Wenn man sich mit dem Höllenlärm arrangiert hatte, war es teilweise auch ganz nett. Ipod hören konnte man allerdings nicht und lesen war auch schwierig. Für die Kinder gab es einen Babypool. Als Erwachsener konnte man nur vor dem Frühstück schwimmen, da es sonst einfach zu voll war und einem immer jemand vom Beckenrand auf den Kopf sprang, denn das konnte jeder, wie er wollte machen, auch bekam man ständig Bälle an den Kopf, weil alle Arten von Ballspielen im Pool stattfanden. Die Kinderanimation war sehr gut, deshalb gebe ich hier einen 4. Stern. Es gab einen Miniclub, in dem sich die Kinder recht wohl fühlten. Dienstags und Donnerstags gibt es: Eltern haben frei, da können die Kleinen den ganzen Tag betreut werden. Liegestühle haben wir erst ab dem 3. Tag ergattern können, da wir erst da da System verstanden hatten. Man musste direkt nach dem wachwerden im Pyjama zum Pool laufen und, obwohl untersagt, sein Handtuch auf der Liege plazieren, sonst hatte man verloren und wenn man in der Anlage bleiben wollte hatte man für diesen Tag kein "zu Hause".
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im August 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Gabriele |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 1 |

