Lass es dir schmecken
Die Nationalgerichte der beliebtesten Ferienländer
Eine Sache, die für die meisten von uns zu jeder Reise dazugehört wie Koffer und Reisepass: Lust auf Genuss und der Spass daran, Neues auszuprobieren. Das zeigen schon etliche Umfragen, die immer wieder bestätigen, dass Menschen ganz unterschiedlicher Nationalitäten in den Ferien gerne mal ein oder zwei Kilo zulegen. Vielseitiges Frühstücksbuffet im Hotel, abends ein Cocktail am Pool und dazwischen etliche Versuchungen, sich unterwegs einmal quer durch die Landesküche zu futtern, gehören eben zu den Ferien dazu.
Dabei lässt sich je nach Ferienland auch eine Menge über Land und Leute erfahren: vor allem wenn es um die Nationalgerichte und ihre regionalen Abwandlungen geht, die zwischen Sterneküche und Eckkneipe in vielen beliebten Ferienländern fast überall zu finden sind. Das sind unsere genüsslichen Tipps für Reisen in neun der beliebtesten Ferienländer der Deutschen.
Meistgebuchte Hotels mit ausgezeichnetem Essen
Tapas in Spanien
Jede Menge Kleinigkeiten
Der Star unter den spanischen Tapas schlechthin ist an Einfachheit eigentlich kaum zu überbieten: Eier, Kartoffeln, wahlweise Zwiebeln, vermengt in einer tiefen Pfanne mit Olivenöl, und fertig ist die spanische Tortilla de Patatas, die auf keinem guten Tapas-Menü zwischen Meeresfrüchten, Chorizo und Gemüse fehlen darf. Wobei die Tapas-Kultur des Landes auch viel über die Menschen aussagt: Sie verkörpert die Leidenschaft für gute Zutaten, den Spass an der Geselligkeit, die Einfachheit des Lebensgefühls.
Fasolada in Griechenland
Veganer Klassiker
Zwischen Gyros, Fischgerichten und allerlei Kreationen mit Oliven und Schafskäse hat der Bohneneintopf Fasolada einen ganz besonderen Stellenwert in der traditionellen griechischen Küche. Und gehört mit seiner klassisch veganen Rezeptur auf Basis zahlreicher Gemüsesorten sogar zu den gesündesten Nationalgerichten überhaupt. Neben weissen Bohnen werden dafür auch Sellerie, Karotten, Zwiebeln und reichlich Knoblauch in Tomatensugo gekocht. Dazu kommen je nach Rezept Gewürze und frische Kräuter.
Bacalhau in Portugal
Ein Fisch für alle Fälle
Wer einmal einen portugiesischen Supermarkt besucht und unterwegs zwischen den Regalen die grossen Stapel getrockneter Stockfischfilets gesehen hat, der wundert sich spätestens ab diesem Moment nicht mehr, dass Kabeljau auf jeder Speisekarte des Landes eine der Hauptrollen spielt. Als Appetizer in Form einer Creme zu Brot und Olivenöl, zur Vorspeise in Form von Bacalhau-Bällchen oder -Kroketten oder zum Hauptgang ganz klassisch als Bacalhau à Brás. Dazu wird Kabeljau mit Ei und Oliven, Kräutern und Gewürzen zubereitet.
Pasta in Italien
Formenreich und vielseitig
Italienische Pasta ist über die vergangenen Jahrzehnte in Deutschland Teil der Alltagskultur geworden und gehört für viele von uns zum Speiseplan einfach dazu. Das soll aber nicht bedeuten, dass es in den Italien-Ferien nichts Neues zu entdecken gäbe. Die Pasta-Kultur in Italien ist nämlich eine Sache der Tradition und damit von Region zu Region unterschiedlich. So findest du mancherorts mit Riccioli, Ziti oder Bucatini nicht nur Nudelsorten, von denen du vielleicht noch nie zuvor gehört hast, sondern auch traditionelle Soßen oder Füllungen, die typisch für die Ferienregion sind.
Stuffat Tal-Fenek auf Malta
Mediterraner Eintopf-Klassiker
Als regionales Slow Food ist das maltesische Nationalgericht voll im Zeitgeist und auch bei Einheimischen sehr beliebt. Was sich dahinter verbirgt, ist ein traditioneller Eintopf aus Kaninchenfleisch, Rotwein und Tomaten, der über Stunden gekocht wird, bis das Fleisch zart vom Knochen fällt. Serviert wird das Ganze von Restaurant zu Restaurant unterschiedlich. In den meisten Fällen wird der Eintopf mit Brot oder Gemüse gegessen.
Zutaten (für 4 Personen)
Für den deftigen Eintopf benötigst Du 1 Kaninchen (1–1,2 kg), 400 g Tomatenstücke, 2 Kartoffeln, 2 große Zwiebeln, 3–4 Möhren, 4–6 Knoblauchzehen, 3–4 Lorbeerblätter, 300 ml Fleischbrühe, 250 ml Rotwein, ferner Ölivenöl, Tomatenmark, etwas Paprikapulver, Pfeffer und Salz, frische Kräuter.
Zubereitung
1. Zunächst lässt Du das in Stücke zerlegte Kaninchen in einer Schüssel mit Olivenöl, zerdrückten Knoblauchzehen, Lorbeer, Pfeffer, Salz und Rotwein mindestens zwei Stunden marinieren, besser im Kühlschrank über Nacht. Dann die Stücke in einem Topf in Öl von allen Seiten gut anbraten. Rausnehmen und zur Seite stellen.
2. Im gleichen Topf gehackte Zwiebeln sowie in Stücke geschnittene Kartoffeln und Möhren kurz anbraten, Tomaten, Tomatenmark und Paprikapulver zufügen, mit Rotwein kurz ablöschen.
3. Jetzt gibst Du die marinierten Kaninchenstücke wieder in den Topf, gießt mit etwas Brühe auf und lässt das Ganze ca. 2 Stunden bei niedriger Hitze schmoren, bis das Fleisch zart ist. Mit Pfeffer und Salz abschmecken, evtl. mit frischen Kräutern verzieren. Dazu schmeckt besonders gut knuspriges Brot.
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Kuru Fasulye in der Türkei
Bodenständiger Sattmacher
Dass der gute alte Döner Kebab hierzulande ganz anders aussieht als sein türkisches Vorbild, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Und tatsächlich warten in der Türkei auch zahlreiche andere kulinarische Entdeckungen auf neugierige TouristInnen. Eines der unbestrittenen Nationalgerichte des Landes ist Kuru Fasulye – ein Eintopfgericht, für das jedes Restaurant sein eigenes Geheimrezept hat. Klassische Beilage zu der Suppe aus weissen Bohnen, die etwa auch Rinderschinken, Kartoffeln oder Paprika beinhalten kann, ist Reis.
Strudel in Österreich
Von süss bis herzhaft
Klassiker gibt es in der österreichischen Küche etliche und so ziemlich alle von ihnen haben es aus den Regionen auf die landesweiten Wirtshausmenüs geschafft. Beste Beispiele: Wiener Schnitzel und Tiroler Kaspressknödel. Die Sache mit dem Nationalgericht macht diese Entwicklung nicht ganz einfach. Eine Spezialität, die ob ihrer Vielseitigkeit von Region zu Region anders daherkommt, ist der Strudel, der nicht immer wie als klassischer Apfel- oder Topfenstrudel süss gefüllt werden muss. Im Burgenland stehen so etwa auch Bohnen- oder Krautstrudel auf dem Speiseplan, in Vorarlberg oder Tirol wird er mit Käse und Speck gefüllt.
Ćevapčići in Kroatien
Wandelbare Leibspeise
Ob mit Fladenbrot, Pommes, Gemüse oder Reis: Als kroatische Spezialität schlechthin sind Ćevapčići so ziemlich an jeder Ecke zu bekommen. Die frittierten Röllchen aus Lamm- oder Rindfleisch sind mediterran gewürzt und für viele Kroatien-Fans eine der ersten Assoziationen, wenn sie an Ferien denken. Zur typisch kroatischen Küche zählen außerdem viele Spezialitäten aus Fisch und Meeresfrüchten und deftig gewürztem Gemüse.
Zutaten (für 4 Personen)
Zur Herstellung der leckeren Fleischröllchen brauchst Du 600–700 g Rinderhack, 2 Zwiebeln, 2–3 Knoblauchzehen, 50 g Petersilie, 2 EL Olivenöl, etwas Rosenpaprika, gemahlenen schwarzen Pfeffer, Natron und Salz.
Zubereitung
1. Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und ganz fein zerschneiden, gewaschene Petersilie sehr fein hacken.
2. Nun gibst Du das Rinderhack in eine Schüssel, vermischst es mit Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Salz, Pfeffer, Paprika und Natron und knetest das Ganze kräftig 5–6 Minuten lang durch. Abgedeckt etwas ruhen lassen.
3. Mit etwas eingeölten Händen (damit es nicht so klebt) etwa 8 cm lange Röllchen formen. In der Pfanne ca. 8 Minuten unter mehrfachem Wenden braten, bis sie von allen Seiten gut gebräunt sind. Am besten mit Fladenbrot oder Reis servieren, dazu Dips, rohe Zwiebelringe und Salat.
Full Breakfast in Grossbritannien
Herzhafter Start in den Tag
Wo andere Croissant mit Milchkaffee frühstücken oder in ihr Marmeladenbrötchen beißen, ist ein traditionelles Frühstück in Grossbritannien so etwas wie eine Hauptmahlzeit: Spiegelei, Würstchen, Baked Beans, dazu eine Scheibe Black Pudding, Reibekuchen, genannt Hash Browns, häufig auch Tomaten oder Pilze, daneben Toast mit gesalzener Butter. Das alles gehört zum traditionellen Full English, das in Pubs und Cafés in ganz Grossbritannien (alternativ auch als Full Scottish, Full Welsh oder in Nordirland als Full Irish) serviert wird.
Top Angebote in Großbritannien
Coq au Vin in Frankreich
Beschwipstes Huhn
„Ich wünsche, dass sonntags jeder Bauer sein Huhn im Topf hat“, hat einst der französische König Heinrich IV. (1553–1610) gesagt. Der als „guter König“ bekannte Potentat gab damit Anstoß zu mancherlei Kochrezept mit dem beliebten Federvieh, darunter sein ureigenes Poule au pot. Geradezu als Nationalgericht Frankreichs aber hat sich der schmackhafte Geflügel-Eintopf Coq au Vin durchgesetzt, dem die reichliche Beigabe von Rotwein und womöglich Hochprozentigem die besondere Note verleiht. Unbedingt vor Ort probieren (oder daheim selber kochen).